Mit Demut ins neue Jahr

Zumindest in einer Hinsicht hatte die 1:5-Niederlage gegen den BSK Olympia Neugablonz zum Abschluss des Jahres was gutes. “Für mich ist das der größte Motivator für die Winterpause”, sagt Coach Markus Riefler – und hofft, dass die Mannschaft das auch so sieht. “Wir haben nicht den Fußball gezeigt, der uns auszeichnet. Deshalb hab ich jetzt die Hoffnung, dass die Spieler nicht übereuphorisiert in die Rückrunde gehen, sondern wissen, dass wir weiter hart arbeiten müssen.” Sportlich zeigte der TSVO am letzten Spieltag des Jahres wirklich eine Leistung, die man so gar nicht mehr gewohnt war. Mit 32 Punkten beendet die Mannschaft das Jahr 2022 auf dem dritten Platz – mit aller Berechtigung dort oben auch in der Rückrunde mitzuspielen. Eine Situation, die man nach dem knappen Nicht-Abstieg in der Vorsaison nicht so erwartet hatte.

“Wir haben alles, was nicht mit Fußball zu tun hat, hingekriegt!”

Das Wort, das man am häufigsten hört, wenn man mit Riefler über die letzten Wochen und Monate spricht, ist »Demut«. „Wir haben die Spiele nicht einfach so hingenommen, sondern uns Gedanken gemacht. Zwischenmenschlich ist da ganz viel passiert.” Angefangen habe das für ihn schon ab dem ersten Vorbereitungsspiel im Juli. Begonnen hatte die Saison nämlich gar nicht so gut – kein Sieg in den Vorbereitungsspielen und auch im Pokal war früh Schluss. In die Saison war die Elf vom Märzenbach auch deshalb mit dem klaren Ziel “Nichtabstieg” gegangen. Mit der unteren Tabellenregion hat der TSV in dieser Saison allerdings wenig zu tun. Braucht die Mannschaft also ein neues Ziel? “Nein! Das, was wir jetzt haben, genießen wir einfach”, sagt Riefler.

Trainer ist voll des Lobes

Dass die Mannschaft viel entspannter als vor einem Jahr in die Rückrunde gehen kann, hat für Riefler vor allem zwei Gründe: Zum einen ist der Trainer mit der Trainingsbeteiligung einiger Spieler sehr zufrieden. “Die, die da sind, trainieren immer hart”, sagt er und meint damit auch viele der jungen Spieler, die wissen ihre Chancen in der 1. Mannschaft zu nutzen. 

Die Taktik geht auf! Markus Riefler durfte diese Saison schon häufiger jubeln.

Zum anderen spricht der Coach aber auch ein „dickes Lob“ an die Studenten im Team aus, die nicht mehr in der Stadt wohnen: “Weil sie immer da waren, wenn wir sie gebraucht haben. Das ist nicht selbstverständlich.” Paradebeispiel ist Johannes Koller, der mit 13 Toren auch weiterhin oben in der Torjägerliste mitspielt und wohl am offensichtlichsten großen Anteil an den mittlerweile zehn Siegen hat. Natürlich ist die Liste aber auch abgesehen von der Torschützen-Rangordnung noch länger.

Zweite zu wechselhaft

Nicht ganz so konstant sieht die Leistung der Reserve aus. Die Formkurve gleicht bislang der Silhouette der Alpen – auf und ab und auf und ab. Zumindest kann sich die Mannschaft so von den Abstiegsplätzen fernhalten. Zu mehr reicht es so allerdings nicht. “Da ist die Trainingsbeteiligung noch nicht hoch genug, um da eine Konstanz reinzubringen”, sagt Riefler.

Fahrplan 2023

Und so hat der TSVO dieses Jahr auf alle Fälle einen entspannteren Jahreswechsel vor sich – und möchte dann ab Februar wieder angreifen. Auch dieses Jahr wird wieder ein Trainingslager Teil der Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte sein. Angesetzt ist das erste Ligaspiel im neuen Jahr für die Erste auf den 19. März gegen Lautrach-Illerbeuren, die Reserve beginnt eine Woche später gegen den SV Steinheim.

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